Tuchel analysiert Englands WM-Desaster: Ein unbequemes Selbstporträt
Das kläglich verlaufene WM-Halbfinale beschäftigt die englische Fußball-Nation weiterhin intensiv. Nach dem enttäuschenden Ausscheiden meldete sich nun auch Nationaltrainer Thomas Tuchel zu Wort und lieferte eine Analyse, die dem englischen Fußball nicht unbedingt zur Ehre gereicht.
In seiner Stellungnahme zum überraschenden Scheitern der Three Lions in der Endrunde deutete Tuchel auf grundsätzliche Probleme hin. Der Coach sprach dabei von Aspekten, die offenbar nicht in der DNA des englischen Spiels verankert seien – eine Aussage, die aufhorchen ließ und die Diskussionen rund um das Aus weiter anheizen dürfte.
Die Kritik des deutschen Trainers zielt damit über die einzelne Turnierkrise hinaus und stellt grundsätzlichere Fragen zum Selbstverständnis und zur Spielweise des englischen Fußballs. Solche unbequemen Wahrheiten sind selten angenehm für eine Fußball-Nation, die sich selbst gerne als Mutterland des Spiels sieht.
Die Äußerungen Tuchels werden in England sicherlich kontrovers diskutiert werden und könnten zusätzlichen Druck auf die Arbeit des Trainers aufbauen – zumal das WM-Abenteuer für die Three Lions mit dem frühen Ausscheiden ein weiterer Tiefpunkt in einer immer frustrierenderen Serie bedeutet.
Quelle: www.t-online.de